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Hochwasser 1926 mit anschließendem Dammbau
von Irma Hahn und Karl-Heinz Stumps
Noch schlimmer als das Hochwasser von 1920, wütete das Hochwasser vom 1.-6. Januar 1926. Am Neujahrstag heulten die Sirenen und die Feuerwehr wird alarmiert, weil der Damm an der
Stürzelberger-Rheinstr bei Justenhoven zu brechen droht. In aller Eile wird mit allen zur Verfügung stehenden Fahrzeugen Sand und Erde an den Durchbruch gefahren. Der Flügeldamm oberhalb des Heckhofes wird
überflutet und in einer Länge vor 100 m weggespült. Die Feld-, Unter- und Oberstr. stehen unter Wasser. Die
Hälfte der Straßen in Zons sind überflutet. Mancher Einwohner muss mit seiner Familie eine Etage höher im Wohnhaus ziehen.
Das Vieh musste in andere Ortsteile gebracht werden. Die Hochwassergeschädigten von Zons und Stürzelberg werden
aufgefordert Schadensanmeldeformulare auszufüllen. Am Sonntag, den 4. Januar, erreichte das Wasser seinen höchsten Stand.
Von den etwa 300 Häusern in Zons stehen 250 im Wasser. Die Hochwasserschäden belaufen sich auf mehr als 600000
Reichsmark. Eine für damalige Verhältnisse enorme Summe. Zur Milderung der größten Not wurden aus öffentlichen Mitteln
211000 Reichsmark zur Verfügung gestellt. Auf Grund der Vorkommnisse von 1926 hat sich herausgestellt, dass der jetzige
Hochwasserschutz völlig unzureichend ist. Nach längeren Vorarbeiten, die bis in das Jahr 1927 zurückreichen wird 1928 im Juli
mit dem Bau des Banndeiches Dormagen- Rheinfeld-Zons begonnen. Somit werden Zons und Rheinfeld sowie 700 ha
landwirtschaftliche Nutzfläche vor dem Hochwasser geschützt. Als Rechtsträger wird im Februar 1928 der Deichverband
Dormagen-Zons gegründet, der das Millionenprojekt mit finanzieller Hilfe vom Staat, Provinz. Kreis, dem beerbten und aus
Mitteln der produktiven Erwerbslosenfürsorge verwirklicht. Das heißt, Zonser Arbeitslose wurden damals beim Deichbau
eingesetzt. Wir wissen heute gar nicht zu schätzen, was uns dieser Bau des Dammes gebracht hat, z. B bei dem Hochwasser
Weihnachten 1993 hätten wir fast ähnliche Zustände wie 1926 gehabt. Wenn auch oft über die Deichgebühr in der Bevölkerung
geschimpft wird, so sollten wir doch froh sein über eine solche Hochwasserschutzanlage zu verfügen.
Hochwassermarken befinden sich an vielen Stellen in Zons, so auch an den Häusern Rheinstr. Nr.20 sowie an dem “ Gasthof zur Rheinfähre" |
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